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10 Nov Dunkelzeit

Jetzt kommt wieder die dunkle Zeit, stöhnen viele Menschen. Sie träumen schon vom nächsten Sommer. Damit die Winterzeit überbrückt werden kann fahren manche an sonnige Strände in fernen Ländern. Sie schleppen sich durch die Wochen der wie sie sagen „dunklen Zeit“. Versuchen ihr Aktivprogramm aufrechtzuerhalten, dabei fühlen sie sich immer müder. Dabei wäre es an der Zeit, dass einmal Ruhe einkehrt in den vollbepackten Alltag. Schauen wir in die Natur, so ziehen sich die Pflanzen in der Winterzeit zu ihren Wurzeln zurück. Die Natur ruht. Es ist still.

In früheren Zeiten, als noch keine elektrischen Lichter die Stuben erhellten, nahm man sich Zeit. Zeit um miteinander am Ofen zu sitzen. Es war die einzige Zeit im Jahr, wo es keine Felder zu bestellen gab und es auch sonst nicht viel zu tun gab, ausser die Tiere zu versorgen. Man kam zur Ruhe, stelle Kerzen oder Petrollampen auf und erzählte sich Geschichten. Doch meist, hing jeder seinen Gedanken nach. Dachte über das Leben und auch das Sterben nach. Man besann sich auf seine Wurzeln, auf das was einem als Mensch ausmacht, auf das was sein Innerstes zu diesen Zeiten preis gab. Während des ganzen Jahres war dies die Zeit, wo man füreinander Zeit hatte. Dem anderen zuhören konnte, den anderen in seiner Art verstehen lernte.

So gestärkt durch ein inneres Wachsen, konnte man mit neu gewonnenen Kräften dem Frühling entgegen sehen. Wenn die ersten Schneeglöcklein durch die Winterdecke stiessen, wusste man, das Leben erwacht wieder mit seinem frischen Grün.

 

 

 

 



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