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Burnout – Erschöpfung – Stress

25 Jan Burnout – Erschöpfung – Stress

Burnout und Erschöpfung werden ausgelöst, wenn der Mensch einer hohen zeitlichen und emotionalen Belastung am Arbeitsplatz oder im persönlichen Umfeld ausgesetzt ist und es nicht mehr schafft einen Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung zu schaffen.

Ein Mensch mit Burnout-Syndrom ist ausgelaugt, fahrig, von innerer Unruhe getrieben. Er ist in dieser Situation nicht fähig „doch mal „positiv zu denken“, Kraft zu schöpfen oder irgend etwas zu verändern. Nicht die klitzekleinste Veränderung mag er, weil Veränderung Angst auslöst und noch mehr Stress.

Burnout vergleiche ich mit einem Traumata.. Der Schock sitzt in jeder Muskelfaser, ja in jeder Zelle. Die Sinneswahrnehmung ist eingeschränkt. Der Zustand lässt sich am ehesten beschreiben mit dem Vergleich einer Glasglocke die über einem gestülpt ist – alles wird wie durch diese Glaswand, die einem von der Umwelt trennt wahrgenommen. Man sieht die Menschen, man sieht wie sie sprechen, doch irgendwann hört man nicht mehr was sie sagen. Sie erreichen einen nicht mehr, auch nicht emotional. Man ist getrennt – irgendwo ist man, nur nicht hier, nur nicht präsent, nicht anwesend. Körperlich schon, aber geistig-seelisch?

Was ist da passiert?

Es sind oft extreme Drucksituationen die zur Erschöpfung führen.

In Stresssituationen aktiviert das Gehirn Botenstoffe wie Dopamin, diese dämpfen z.B. körperliche Schmerzen während einer Belastung. Marathonläufer profitieren davon, sie spüren die Belastung ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr und laufen sich in eine Art Rausch ausgelöst durch den Dopamin-Sturm im Gehirn, der für Glücksgefühle sorgt. Wissenschaftler nennen dies Runners-High.

Nach der Belastungssituation stellt der Körper die Stresshormon-Produktion wieder ein und kehrt in seinen Normalzustand zurück. Bei Burnout funktioniert diese Regulation nicht mehr. Das körpereigene Stresssystem ist auf kurzfristige Belastungen ausgelegt. Sind wir aber einer Dauerbelastung ausgesetzt, schüttet der Körper ständig Stresshormone aus. Die Folge: Der Körper läuft heiss wie ein Motor, das Gehirn hat seine Hormonsteuerung nicht mehr im Griff, das lymbische System entgleist. Durch die Überaktivität kann der Mandelkern in unserem Inneren die Emotionen nicht mehr richtig bewerten. Das Signal „Stresssituation ist vorbei“ kommt nicht mehr an. Es kommt zum Kontrollverlust. Die Seele und der Körper sind im Ausnahmezustand, die Muskeln sind dauerverspannt.

Das Dauerfeuer der Stresshormone wirkt sich auf die Organe aus. Die Blutgefässe stehen unter permanentem Druck, die Blutplättchen werden klebriger und verstopfen die Gefässe, das Herz muss stärker pumpen um den Blutfluss aufrecht zu erhalten. Der Blutdruck steigt und bleibt konstant hoch. Die Leistungsfähigkeit des Herzens nimmt ab und legt den Keim für spätere Herzinfarkte.

Im Diagnoseklassifikationskatalog der Weltgesundheitsorganisation WHO wird Burnout nicht als eigenständige Krankheit aufgeführt. Ärzte kennen die Symptome, doch sie sind unspezifisch, deshalb gibt es die medizinische Diagnose offiziell nicht.

Burnout beginnt oft harmlos, es ist ein schleichendes Syndrom mit unspezifischen Symptomen wie:

Verlust der Emotionalität und Empathie
unbefriedigende Bedürfnisse nach Schlaf die Lebensenergie rauben
eingeschränkte Sinneswahrnehmung
Antriebslosigkeit
Mutlosigkeit
Konzentrationsstörungen
Erinnerungslücken
Lebensfreude schwindet
Alltagssituationen überfordern
Nervosität
einfache Aufgaben können nicht mehr bewältigt werden
tiefe Leere

Burnout ist keine Managerkrankheit – Burnout kann jeden treffen.



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